Geplündert – Die neuen Freihandelsverträge schaden Afrika

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von Jacques Berthelot
Der Geist des Freihandels ist dabei, ganz Afrika zu erobern. Die Europäische Union erhöht den
Druck auf die afrikanischen Regierungen, um sie zur Unterzeichnung von
Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA)1 zu bewegen, die das Ende der bislang von der EU
gewährten Handelspräferenzen bedeuten würden: Die Afrikaner sollen 80 Prozent ihrer
Importzölle für Einfuhren aus dem europäischen Binnenmarkt streichen, wenn sie ihre Produkte
weiterhin zollfrei auf dem europäischen Markt absetzen wollen.
Gleichzeitig verhandelt die Afrikanische Union (AU) über die Einrichtung einer riesigen
afrikanischen Freihandelszone (CFTA). Am 16. Juni 2017 beschlossen die afrikanischen
Handelsminister in Niamey (Niger), 90 Prozent der im Handel zwischen den afrikanischen
Staaten erhobenen Zölle abzuschaffen.

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